Finalspiel zwei und optional drei gegen die Thuringia Bulls um den Titel 2026
Der RSV Lahn-Dill steht nach bisher 28 Pflichtspielen vor dem entscheidenden Wochenende der Spielzeit 2025/2026. Nach der Niederlage zum Auftakt in die „best-of-three“ Serie gegen die Thuringia Bulls am vergangenen Sonntag in der Buderus Arena Wetzlar, kommt es nun am Freitagabend um 19:30 Uhr in Elxleben zum zweiten von maximal drei Finalspielen gegen die Ostdeutschen.
Und dieses zweite Finalduell der Playoffserie um die Deutsche Meisterschaft 2026 muss der RSV Lahn-Dill gewinnen, um den Titelverteidiger aus Elxleben in ein drittes und dann alles entscheidende Duell überhaupt zwingen zu können. Dieses würde bei einem Erfolg der Mittelhessen in Thüringen dann am Sonntag um 15:00 Uhr an gleicher Stelle ausgetragen. Sollten die Wetzlarer jedoch am Freitagabend ihre Partie bei den Bulls verlieren, wären die favorisierten Ostdeutschen bereits Deutscher Meister und dies zum achten Mal in der Vereinsgeschichte.
Doch der RSV Lahn-Dill, selbst 15-facher Titelträger und damit nationaler Rekordmeister, reist nicht chancenlos gen Osten. Trotz zahlreicher personeller Rückschläge und Verletzungssorgen konnten die Wetzlarer am vergangenen Sonntag mehrheitlich auf Augenhöhe operieren. Dies belegen die statistischen Werte von Finalspiel Nummer eins klar und deutlich, doch diese zeigen auch, dass vor allem die Trefferquote am Ende den Grundstein zum Erfolg der Thuringia Bulls in Wetzlar legte.
Wäre da noch der RSV-Trumpf mit Neuzugang Vanessa Erskine, die mit der kurzfristigen Verpflichtung erst einen Kampf auf Augenhöhe ermöglichte. Ihre rund 14 Minuten Spielzeit am vergangenen Sonntag brachte Flexibilität in das RSV-Spiel und für das Trainertrio um Michael Paye überhaupt die Chance Weltklassespieler wie den Kanadier Colin Higgins oder Matthias Güntner zumindest kurzzeitig auf das Parkett zu bringen. Noch im Halbfinale brachte der RSV Lahn-Dill das Kunststück fertig, teilweise mit nur noch fünf einsatzfähigen Spielern das Duell mit den Rhinos aus Wiesbaden erfolgreich zu absolvieren. Hintergrund ist die Trennung von Vincent Dallaire Ende Januar und die Verletzung des zweiten Lowpointers Jannik Blair, ohne dessen Einsatz es aufgrund der maximalen Klassifizierungspunkte nicht möglich ist auch nur einen der insgesamt vier im Kader stehenden Centerspielern mit Güntner und Higgins sowie Finlay Erskine und Fabian Gail einzuwechseln.
Wie der RSV Lahn-Dill nun in Duell Nummer zwei gegen die Thuringia Bulls diese Herausforderung meistert, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass vor allem die Deutsch-Amerikanerin Vanessa Erskine im Gegensatz zur ersten Begegnung schon deutlich besser in das Team integriert sein dürfte und dass der personell angeschlagene Rekordmeister aus Wetzlar kämpferisch alles in die Waagschale werfen wird, was er aktuell zu leisten im Stande ist.
Foto (Armin Diekmann): Noch einmal alles in die Waagschale werfen, um am Ende jubeln zu können.




