RSV holt Vanessa Erskine auf das Parkett zurück

Deutsch-Amerikanerin hilft den Wetzlarern in der personellen Not – Erster Einsatz am Sonntag in der Buderus Arena Wetzlar

Zur Playoff-Finalserie um die deutsche Meisterschaft erfährt der RSV Lahn-Dill in seiner personellen Not durch die Verletzung von Lowpointer Jannik Blair nun namhafte Unterstützung. In den maximal drei Duellen mit den Thuringia Bulls kommt wird die Deutsch-Amerikanerin Vanessa Erskine das RSV-Trikot tragen. Die Wetzlarer konnten hier nur eine Nachverpflichtung tätigen, da die ehemalige Paralympicssiegerin 2024 bereits ihre Karriere beendet hatte und wie in nahezu allen Mannschaftssportarten als sogenannte „vertragslose Spielerin“ oder „free agent“ eingestuft ist. Für die 31-Jährige schließt sich dabei auch ein Kreis, denn ihre internationale Karriere begann sie zusammen mit RSV-Spielerin Rose Hollermann und ihren Abschied aus der Bundesliga feierte sie ausgerechnet in der Buderus Arena Wetzlar.

Die in Southbridge im US-Bundesstaat Missouri geborene Erskine ist dabei weder verwandt noch verschwägert mit dem schottischen RSV-Youngster Finlay Erskine, hat aber trotzdem enge Kontakte zum RSV Lahn-Dill. Von 2013 bis 2016 spielte sie zusammen mit Rose Hollermann in der US-amerikanischen U23 und A-Nationalmannschaft und holte zusammen mit der langjährigen RSV-Spielerin 2013 bei den Youth Parapan Games in Buenos Aires sowie drei Jahre später bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro jeweils Gold mit den US-Damen. Nach diesem Triumph wechselte die heute 31-Jährige in die deutsche RBBL und spielte jeweils ein Jahr in Zwickau und beim jetzigen RSV-Gegner Thüringen. Inzwischen liegen weitere sieben Jahre für Hannover United, der Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft und die Teilnahme an den Paralympics 2024 in Paris im Trikot der deutschen Nationalmannschaft hinter ihr. Ihr Lebensmittelpunkt liegt inzwischen in der niedersächsischen Landeshauptstadt, wo sie als HYROX-Botschafterin arbeitet und im vergangenen Jahr den United-Bundesligaspieler Jan Sadler heiratete.

Vanessa Erskine: „Als das Telefon klingelte, war ich definitiv überrascht, aber ich freue mich darauf, sowohl wieder mit als auch gegen so viele Spielerinnen und Spieler zu spielen, die ich seit vielen Jahren kenne. Außerdem ist es großartig erneut vor den Fanbases von Lahn-Dill und Thüringia zu spielen. Es fühlt sich ziemlich nostalgisch an, an die gemeinsame Geschichte zu denken, die ich mit beiden Vereinen und all den Spielerinnen und Spielern habe. Ich freue mich auf die Spiele!“

„Wir sind überglücklich in unserer schon dramatischen personellen Not eine so erfahrene und großartige Spielerin gewinnen zu können. Der deutsche Rollstuhlbasketball hat eine spannende Endspielserie verdient und zu dieser haben wir nun die realistische Chance“, so RSV-Geschäftsführer Andreas Joneck.

Tickets für Spiel 1 der Playoff-Finalserie in der Buderus Arena

Wer sich noch keine Eintrittskarte für das Playoff-Heimspiel am Sonntag, den 24. Mai um 16:00 Uhr in der Wetzlarer Buderus Arena gesichert hat, der kann sich diese weiterhin online über das RSV-Ticketingportal sichern. Natürlich besteht auch die Möglichkeit Tickets an der Tageskasse am Sonntag ab 15:00 Uhr zu erwerben.

 

Foto (Armin Diekmann): Rose Hollermann (li.) und Vanessa Erskine (re.).

RSV-Magazin Defense