RSV empfängt mit Vanessa Erskine am Sonntag die Thuringia Bulls
Trotz ärgster Personalprobleme hat der RSV Lahn-Dill am vergangenen Wochenende mit einem Erfolg in Wiesbaden die Playoff-Finalserie gegen den Titelverteidiger RSB Thuringia Bulls erreicht. Spiel eins, von maximal drei Duellen in der „best-of-three“ Endspielserie, gegen die Ostdeutschen steigt bereits am kommenden Sonntag um 16:00 Uhr in der Buderus Arena Wetzlar. Es ist damit auch das definitiv letzte Heimspiel der Spielzeit 2025/2026, da die Partien zwei und optional drei am Freitag, den 29. Mai und Sonntag, den 31. Mai im thüringischen Elxleben stattfinden.
Das Erreichen der Finals ist für den RSV Lahn-Dill nach einer schweren Saison mit vielen Auf und Abs die sportliche Krönung, denn eine realistische Chance hatten die Mittelhessen in ihrem Halbfinalspielen gegen die Rhine River Rhinos eigentlich nicht. Zu groß waren die personellen Sorgen, die teilweise nur den Einsatz von fünf Spielern zuließen, ohne Wechseloptionen, ohne taktische Raffinessen. Doch genau diese, nicht wirklich vorhandene Chance, haben die Wetzlarer mental stark, extrem kämpferisch und als Mannschaft zusammenstehend sensationell genutzt. Das Erreichen der Finalserie 2026 ist somit auch in der langen und erfolgreichen Vereinshistorie etwas ganz Besonderes.
Damit die Endspielserie gegen die Bulls dieser aber würdig wird und der RSV Lahn-Dill eine realistische Chance hat dem kleinen sportlichen Wunder einen weiteren Coup folgen zu lassen, haben die Verantwortlichen noch einmal reagiert. „Wir haben seit dem Abgang von Vince Dallaire als Lowpointer Nummer eins, aber noch intensiver nach dem Ausfall von Jannik Blair als Lowpointer Nummer zwei, nahezu jeden Stein umgedreht, uns nicht hetzen lassen und nun mit Vanessa Erskine eine perfekte Ergänzung gefunden“, so RSV-Geschäftsführer Andreas Joneck zu der Herausforderung eine Spielerin zu finden, die im Sportrecht als „vertragslos“ oder „free agent“ gelistet ist und für die damit auch nach der bestehenden Wechselfrist eine Spielberechtigung zu bekommen ist.
Mit der 31-jährigen Deutsch-Amerikanerin, die 2016 bereits mit RSV-Spielerin Rose Hollermann paralympisches Gold in Rio de Janeiro gewann, hat das Trainerteam um Michael Paye nun wieder deutlich mehr Optionen, auch wenn der Ausfall von Weltklassespieler Jannik Blair weiterhin nicht nur den Australier, sondern den gesamten RSV schmerzt. In einer personell dramatischen Situation haben die Wetzlarer nun wieder die realistische Chance auf eine spannende Endspielserie, so wie es der Kampf um den Titel auch verdient hat. Auf Seiten der Mittelhessen gilt es nun Vanessa Erskine schnellstmöglich in das Spielsystem zu integrieren, damit dieser Vorteil auch in der Waagschale seinen Niederschlag findet.
Ungeachtet dessen gehen die Thüringer als Favorit ins Rennen, auch weil sie in dieser Spielzeit bisher national noch ungeschlagen sind und die RBBL-Hauptrunde souverän für sich entscheiden konnten. Lediglich auf europäischer Bühne musste die Bulls während dieser Saison eine Niederlage einstecken, diese aber ausgerechnet im Endspiel des IWBF Champions Cup gegen Madrid. Dieser Stachel, inzwischen drei Wochen her, dürfte für die Mannschaft von Trainer André Bienek noch schmerzhaft in Erinnerung sein. Doch vor allem mit dem Centerduo Aliaksandr Halouski und Vahid Gholomazad sowie den beiden Aufbauspielern Joakim Linden und Jordi Ruiz, besitzen die Bulls genügend Routine und Klasse, um auch diesen Rückschlag in positive Energie umwandeln zu können.
Tickets für das erste Finalspiel am Sonntag in der Buderus Arena
Wer sich noch kein Ticket für erste Playoff-Finale des RSV Lahn-Dill gesichert hat, der kann dieses noch bequem online über das RSV-Ticketportal unter https://rsv-lahn-dill.reservix.de/events oder an der Tageskasse der Buderus Arena am Sonntag ab 15:00 Uhr erwerben.




