Rhinos zwingen RSV Lahn-Dill in ein drittes Halbfinalspiel

45:56-Niederlage am Samstag in Wiesbaden sorgt für Duell Nummer drei – Entscheidung am Sonntag um 15:00 Uhr

Mit einem 56:45-Heimsieg (19:10/30:23/39:33) in Spiel Nummer zwei der „best-of-three“ Halbfinalserie um die Deutsche Meisterschaft zwangen die Rhine River Rhinos am Samstag den RSV Lahn-Dill in ein drittes und alles entscheidendes Duell Nummer drei. In diesem stehen sich nun am Sonntag um 15:00 Uhr in der Wiesbadener Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit die beiden hessischen Erstligisten im Kampf um den Einzug in die Finalserie erneut gegenüber. In diesem stehen bereits die Thuringia Bulls, die sich zeitglich mit einem 86:61-Erfolg gegen Hannover durchsetzen konnten.

Zwar konnten die Gäste aus Mittelhessen mit dem ersten Angriff der Partie nach wenigen Sekunden bereits 2:0-Führung durch Kapitän Thomas Böhme erzielen, doch die Antwort der hochmotivierten Hausherren aus der Landeshauptstadt erfolgte prompt. Der Japaner Kei Akita leitete mit einem Dreier im direkten Gegenzug einen ersten Lauf der Rhinos ein, der die Wiesbadener früh auch 11:4 (6.) enteilen ließ. Der Rekordmeister aus Wetzlar, der wie in der Vorwoche zu Beginn auf den Einsatz des angeschlagenen Lowpointers Jannik Blair und damit auch auf sein gesamtes Quartett an Centerspielern verzichten musste, hatte zu Beginn erhebliche Probleme vor allem Offensiv Durchschlagskraft zu entwickeln und geriet so bereits in den Anfangsminuten des zweiten Spielviertels mit 12:21 (12.) ins Hintertreffen.

Doch mit der Einwechslung von Jannik Blair, der kurz vor Spielbeginn grünes Licht für einen Test gab, schien der RSV deutlich flexibler und agiler operieren zu können. Während man dem australischen Lowpointer zwar seine eingeschränkte Mobilität anmerkte, aber eben auch seine internationale Klasse, brachten auch die mit ihm nun zum Einsatz kommen könnenden Center Matthias Güntner und Finlay Erskine deutlich mehr Gefahr für den Rhinos Korb. Rose Hollermann war es dann, die mit einem Dreier zum 15:21 (13.) ein Viertel einläutete, dass die Mannschaft von Trainer Michael Paye knapp für sich entscheiden sollte. Dem jungen Schotten Erskine gelang es wenig später sein Team zwischenzeitlich sogar bis auf 23:26 (16.) heranzubringen, auch wenn die Gastgeber vor rund 1.000 Zuschauern zur Pause, dank ihres an diesem Tag besten Mannes Sven Diedrich, die Nase wieder etwas deutlicher vorne hatten.

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die mitgereisten Fans der Lahn-Diller zunächst wieder Grund zum Jubeln, als erneut die spätere Topscorerin Hollermann mit drei Körben in Serie zum 29:32 (25.) ihre Farben auf Tuchfühlung brachte. Doch die Trefferquote in einem erneut von beiden Seiten defensiv geprägten Hessenderby war vor allem auf Seiten der Gäste zu schwach, um am Ende die Wende in der Partie noch einmal erzwingen zu können. Spätestens nach dem 36:41 (31.) zu Beginn der Schlussviertels waren die Rhinos nun nicht mehr zu stoppen und feierten am Ende einen verdienten Heimsieg. Das damit erzielte eins-zu-eins in der Halbfinalserie, sorgt nun keine 24 Stunden später und erneut in der Wiesbadener Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit für das alles entscheidende dritte Semifinalduell zwischen den beiden Kontrahenten.

Wiesbaden: Tim Diedrich (20), Mojtaba Kamali (14), Nico Dreimüller (6/1 Dreier), Kei Akita (5/1), Steven Elliott (5), Takuya Furusawa (3), James Palmer (3), Hannah Dodd, Nicola Damiano (n.e.), Simon Dornieden (n.e.), Mehran Hosseini (n.e.), Paul Nikolaus (n.e.).

Lahn-Dill: Rose Hollermann (18/2), Thomas Böhme (11), Michael Paye (6), Finlay Erskine (4), Matthias Güntner (4), Julian Lammering (2), Jannik Blair, Quinten Zantinge, Fabian Gail (n.e.), Colin Higgins (n.e.).

 

Foto (Armin Diekmann): Julian Lammering.

RSV-Magazin Defense